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millionenfach…

wegwarte 7-2016

….stehen sie derzeit wieder am wegrand, die filigranen wunderwerke der gemeinen wegwarte. märchenhafte farben und formen sind das.

wenn ich’s recht weiß klappt die pflanze des nächtens die blütenblätter hoch, um ihre schätze vor räubern zu schützen… da bin ich mir aber nicht mehr so ganz sicher.

und hier noch zwei songs für die ferien. amos lee ist einer meiner liebsten, er hat einige wundervolle alben aufgenommen.

https://www.youtube.com/watch?v=FSnVxzAEWEQ

https://www.youtube.com/watch?v=qPN2QDoP5ac

enjoy,

paulson

schön ist es…

kleiner heuberg - alb -1.7.2016

…im heimatland. jenseits des hässlichen lässt sich vieles entdecken… vor allem per pedes… per pedales…. immer wieder, zwischen den grauen asphalt-bändern und beton-landschaften.

schönes entdecken lässt sich auch auf youtube. kennt ihr kelly joe phelps? habe ihn neulich mal durch zufall gefunden, als ich eine nummer von steve earle aus dem bluebird cafe anhören wollte. und da war dann dieser mir noch unbekannte fantastische musiker mit von der partie. auch eric taylor performt in derselben show. wunderbar.

https://www.youtube.com/watch?v=OPwrIiySsTM

https://www.youtube.com/watch?v=NMriOc9VXgo&list=RDOPwrIiySsTM&index=2

so long.

paulson

jeden neuen tag…

ready to go 12.6.2016

… frage ich mich, weshalb wir das schöne zerstören und das hässliche erschaffen. vielleicht ist eine antwort ja: wir sehen das schöne gar nicht… gerade jenes, das ganz nah bei uns als wunder geschieht, jeden neuen tag.

https://www.youtube.com/watch?v=FCVFMUAdGI0&list=RDVLAei3b3sXc&index=2

paulson


geisterburg…

geisterburg 04 06 2016

… im wonnemonat mai.

hoppla, ist ja bereits juni… und der regengott meint es ziemlich gut mit uns in diesem jahr. aber wir wollen uns nicht beklagen. es existiert kein menschenrecht auf schönes wetter. ohnehin würde es jeder anders wollen.

ja, es gibt da einige kleinefeine dinge, die noch nicht in menschenhand sind.

gott sei dank.

let the sun shine… with a smile.

https://www.youtube.com/watch?v=d97uQCDV29I

paulson

Im Garten

after the rain 2

Der Frühling ist zurück und mit ihm die Motoren. Gärten sind heute keine Orte der Ruhe und der Erholung mehr, sie sind Orte der Maschinenarbeit.

Ich weiß, das hatte ich schon einmal. Aber der Wandel ist tatsächlich beeindruckend.

Jedes Jahr stehe ich von neuem fassungslos angesichts des Wunders, das sich draußen vollzieht und der Tatsache, was die Menschen daraus machen. Lesen oder einfach mal dasitzen und den Frühling bestaunen, ist nahezu unmöglich geworden.
Da ist so ein Regentag wie gestern die reine Erholung für einen stillen Bewohner von Lärmanien.

In so einem Land der Lauten, da musst du gelassen bleiben, obwohl es dich verrückt macht, damit du nicht verrückt wirst. Klingt paradox? Ist es!

Gelassenheit ist ja bekanntlich Gleichgültigkeit gegenüber dem, was man nicht ändern kann. Und sei es noch so bescheuert. Jedenfalls ist an schönen Tagen im Frühling das Sitzen auf dem Balkon nur noch unter dicken Kopfhörern möglich. Dann ersetze ich den hässlichen durch etwas schöneren Lärm. Zum Beispiel durch die Musik von Mogwai. Und Rasenmäher und Laubbläser passen dann durchaus zwischen rein.

Da fällt mir Epikurs Athener Garten ein, in welchem er und seine Anhänger die Selbstgenügsamkeit lebten, sich bei guten Gesprächen mit dem Wenigen begnügten. Die Gewöhnung an eine einfache Lebensweise verleihe dem Menschen die Verfassung sein Leben zu meistern. Brot und Wasser erzeugten den Epikureern die höchste Lust. Eine hohe Lebensqualität war für den Griechen nicht die Anhäufung von materiellen Gütern, sondern die Gelassenheit, der Verzicht, die Selbstgenügsamkeit, die Schicksalsergebenheit, eine Art Herzens- und Seelenruhe, die er wohl Ataraxia nannte. Die sei vergleichbar mit der Ruhe des Meeres wenn kein Wind weht.

Wir lassen uns heute ohne Not von Konsum, Lärm und Gestank tyrannisieren und täglich treiben wir uns noch weiter in den kollektiven Wahnsinn. Und dem entfliehen wir dann in die letzten Paradiese, indem wir einen enormen Reiseaufwand betreiben, dessen Kosten später die Allgemeinheit zu tragen hat.

In der neuen ZEIT bezieht die brilliant schreibende Iris Radisch das Reiseverhalten der reichen Bewohner des Westens auf die Flüchtlingsthematik. Zuvor erläutert sie eine der wesentlichen Fluchtursachen: Die Menschen der Entwicklungsländer würden in nur wenigen Tagen aus dem Mittelalter in die Moderne fliehen, welche ihnen auch in den entlegendsten Winkeln via Smartphone permanent vor Augen geführt werde. Nichts könne diese Menschen aufhalten.

Dann schreibt sie:

In der kommenden Sommersaison wird es also jede Menge Zeitreisen geben: Während reiche Europäer auf der Suche nach der authentischen Welt von gestern teure Fernreisen buchen und sich unter der Führung gutgelaunter Reiseleiter an der Besichtigung hierzulande überwundener Lebensweisen erfreuen werden, bezahlen die in der Welt von gestern Lebenden überaus teure und übel gelaunte Reiseführer, die sie in die Gegenwart der traditionslosen Turbo-Moderne verschleppen. Es bedarf keiner allzu großen Hellsicht, um die Enttäuschung beider Reisegruppen zu prognostizieren. Der Ferntourist findet die Besonderheiten einer lokalen Armutskultur nur noch in folkloristischer Schrumpfform. Und tröstet sich an der öden Hotelbar. Der Flüchtling kommt statt in der Turbo-Moderne vorerst in der Turnhalle in Clausnitz unter. Und verzweifelt an der Ereignislosigkeit seiner Tage und den peinlichen Hassgrölern vor der Tür.

In dieser so genannten modernen Zeit scheint mir das gelassene Glück tatsächlich nur noch im Rückzug von einer wild gewordenen Gesellschaft möglich, denn diese steht unter dem Diktat von totaler Technisierung und Digitalisierung, totalem Konsum, totaler Naturzerstörung.

Schwer zu sagen wer dafür verantwortlich ist. Vermutlich gar niemand. Tiefenpsychologisch aber sicherlich die Sterblichkeit des Menschen und sein Wissen darum, sein Überlebenswille, seine Selbstliebe und die enorme Dynamik die sich aus allen dreien ergibt.

Von Milliarden von anderen Tieren einmal abgesehen sind wir aktuell 7 336 000 000 glückshungrige Menschenseelen auf dem Heimatplaneten. Das entspricht 7336 mal der Einwohnerschaft von Köln. (Wer das nachvollziehen möchte, der mache einmal auf einem Ball zwei Stunden und zwei Minuten lang jede Sekunde einen Punkt. Jeder dieser Punkte entspricht einer Million Menschen.) Und jeder einzelne Mensch versucht in erster Linie sein eigenes Lebensglück zu verwirklichen. Sei er Millionär, Flüchtling, Kindersoldat oder Penionär. Es ist kein Wunder, dass es nicht so gut steht um den Zustand des Planeten.

Wem das zu düster ist, der mag wohl weiterverdrängen. Das tu allerdings auch ich. Jeder tut es. Sonst bist du früher oder später in der Klapse. Es ist schon in Ordnung, wenn wir uns weiterhin das carpe diem verordnen. Vor allem, wenn einer wie Epikur Pate steht.

Auch das Lärmen in deutschen Gärten ist letztlich nur ein Teil des großen Seelentheaters. Nahezu alle unsere Handlungen sind unbewusst motiviert. Auch wenn wir in der Illusion leben, alles im Griff zu haben. Warum wir tun, was wir tun – wir wissen es letztlich nicht.

Ich glaube die Musik der schottischen Band Mogwai passt ganz gut zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=NFoNuIK9644

https://www.youtube.com/watch?v=6DF-BkuWGBo

https://www.youtube.com/watch?v=eVbpP5tY1vY

Cheerio

Paulson


Rezension

 PAULSON: Between Worlds
PAULSON
Between Worlds
(Eigenverlag)
11 Tracks, 58:45, mit Texten

Paulsons Presseinfo erschöpft sich in einem „Ich bin eher ein stiller Songwriter, und das ist mein achtes Album“. Bei solcher Bescheidenheit ist es gut, dass es den Folker gibt. Denn für Scheiben wie Between Worlds wird die Zeitschrift gemacht, um großartige Musik aus dem Weltmusik- und Liedsektor jenseits von Hitformat-marketing ein Forum zu geben. Und großartig ist durchaus eine angemessene Beschreibung für die Songs von Paulson. Mit einer Stimme, die an John Watts in seinen ruhigeren Tagen erinnert, haut der Künstler eine Songperle nach der anderen auf das Album. Bereits der Opener „Dreamwalking“ berührt den Hörer, man möchte den Text verstehen, oder besser gleich mitsingen und nachspielen. „Heart Of Stone“ hat das Zeug zum Klassiker und würde auch Christy Moore gut zu Gesicht stehen, und beim Abschluss „Yeah, Yeah“ ist sogar Lou Reed durchzuhören. Das Gitarrenspiel ist filigran, die Produktion sauber, der englische Gesang für einen deutschen Musiker überragend. Das große Geheimnis von Paulson liegt aber im gelungenen Spannungs-aufbau der Kompositionen. Das lang vermisste Ziehen im Magen, das sich nur langsam auflösen möchte, wenn die Harmonien perfekt aufeinandertreffen.
Paulson. Kaufen.

Christian Elstrodt

Titel 2 / 16http://www.folker.de/

the little things

01-03-2016

vom so genannten modernen menschen chronisch unterschätzt sind die kleinen dinge… ich meine jene, die gar keine dinge sind.

dieses leben ist eine unfassbare sensation. ich kann es nicht kleiner sagen.

joni Mitchell schrieb den folgenden song 1970. für mich einer der schönsten, gespielt und gesungen von der wunderbaren diana krall.

https://www.youtube.com/watch?v=aieYAlKWnoM

paulson

castle moon

castle moon

in letzter zeit gibt es sooo viele schöne monde über der burg. ein wahrlich erhebendes gefühl, bei vollmond unter dem zollerberg über die wiesen zu wandeln… ein wenig wie im traum ist das. wenn zwei romantische bilder zusammenkommen und noch der wind durch den wald pfeift, dann fangen die bäume wirklich an zu flüstern.

vorhin in den nachrichten gesehen, dass sie wieder mal eine noch bessere 3-d-brille auf den markt bringen, das neue samsung 7 hat dann die entsprechende software und der herr zuckerberg stand bei der präsentation gleich mit auf der bühne, weil natürlich alle facebook-freunde auch mitmachen sollen. damit’s ein voller erfolg wird.

das ist, ehrlich gesagt, nicht mehr meine welt. da bin ich ein auslaufmodell. ich finde, dass die menschen inzwischen zu sehr in virtuellen realitäten und in künstlichen communities stecken und frage mich, wie sie überhaupt noch zeit für mondspaziergänge haben, oder was das echte leben sonst noch alles an sensationen hergibt. zum beispiel eine echte begegnung zwischen menschen. aber wahrscheinlich haben die user heute durch die sozialen netzwerke alle eine so ungeheure sozialkompetenz, dass sie das dann im realen leben einbringen und dieses dadurch noch viel bewusster erleben können.

aber weil ich davon nicht allzu viel ahnung habe, will ich hier mit meiner kritik enden. sie werden schon wissen was sie tun. und die user auch. und das hier ist ja immerhin auch internet. und meine songs kommen schließlich auch aus der traumfabrik meiner seele.

jedenfalls ist es schön, euch hier schreiben zu können.

möchte heute einen song von einer mainstream country-lady vorstellen, der mich neulich berührt hat. keine ahnung warum, aber es war sofort so. irgendwie passt er gut zum mondbild.

und by the way: cowgirls und cowboys singen mit sooo viel gefühl…

bis demnächst,

paulson

https://www.youtube.com/watch?v=RV-Z1YwaOiw

https://www.youtube.com/watch?v=bMtuygBrDWA


sky on fire

morning sky 22-12-15---1

an einem der letzten tage des alten jahres vollzog sich am schwäbischen morgenhimmel ein feuriges schauspiel. sky on fire – und mittendrin, zwischen den sehnsuchtsstreifen, ein geflügelter inselomnibus, kurz vor dem eintauchen in einen rätselhaften schatten.

ob man sie nun mag oder nicht, die vom homo sapiens geschaffene technik entfaltet eine ganz eigene ästhetik. aber sie verändert auch nachhaltig individuum und gesellschaft. was kein problem wäre, wenn die erfindungen vorwiegend zum wohle aller eingesetzt würden, und ich meine damit nicht nur die eigene art. was menschenhirn und menschenhand innerhalb weniger jahre so alles hervorgebracht haben, lässt einen erahnen, was noch alles auf uns und die nachfolgenden zukommen wird.

wenn es um neue maschinen und produkte geht, entwickelt der homo faber eine geradezu unheimliche kraft. wenn neues erscheint, wird aber selten innegehalten und abgewartet. es werden einfach tatsachen geschaffen und kaum sind die einen realität, kommen bereits wieder neue. eine diskussion darüber, ob das machbare auch gewünscht ist, findet nicht statt. die gesellschaft hat schließlich wichtigeres zu tun als die zukunft der welt zu planen. und das machen ist ja auch viel einfacher als das seinlassen. nein, letzteres ist kein thema im gesellschaftlichen diskurs. andere dinge sind dagegen viel wichtiger: auf den heute üblichen hochauflösenden tv-großbildschirmen – binnen kurzem wird schon wieder die nächste generation auf den markt kommen – gibt es stundenlange karnevalssitzungen, tagelange sportberichterstattungen, dauerwerbesendungen, die üblichen gewaltexzesse und vieles schönes mehr. im dschungel des internet stehen unzählige längst nicht mehr überschaubare inhalte für jede geisteshaltung und seelenlage zur verfügung. es ist zu befürchten, dass die große freiheit dort längst zu einem gravierenden problem und einem von menschen geschaffenen rätsel geworden ist, das keiner mehr überschaut.

neben den ganzen unterhaltungsinhalten gibt es dieser tage natürlich auch jede menge sendungen zur flüchtlingsthematik. dort werden die gerade herrschenden einschätzungen mit jedem neuen vorkommnis wieder auf den kopf gestellt. die flucht von millionen von menschen vor krieg, fanatismus, korruption und armut (kurz: vor dem wahnsinn) gab es zwar schon immer, wird aber in unserem reichen teil der welt nur wahrgenommen, wenn sie uns direkt betrifft. sonst waren sie uns egal, die elenden massen. wobei es in der ganzen diskussion vor allem um unsere eigenen ängste geht. darüber wird sich aber kaum einmal vernünftig ausgetauscht; wie überhaupt in diesem absurden theater zwischen hass, hysterie und verharmlosung selten ein tiefgründiger gedanke zur geltung kommt. nur einige wenige fernsehsendungen, printmedien und radiosender bieten noch wirklich gute und differenzierte, sprich kritische journalistische qualität, was aber im ganzen gefühls- und unterhaltungsbrei quasi untergeht. natürlich ist die situation ein massives problem. man könnte sagen: endlich wird auch uns bewusst, wie brutal es zugeht auf der welt. aber wer setzt sich schon gerne mit der realen situation auseinander, wenn man bisher im schönen weilen und das hässliche so gut verdrängen konnte? natürlich will keiner sein haus und seinen reichtum teilen. aber teilen, das werden wir in zukunft wohl müssen. die steuererhöhung wäre dabei noch das angenehmste instrument. die bewohner der insel der glückseligen sind ganz schön erschrocken und tun nun vieles, die situation wieder unter kontrolle zu bekommen. dass sie sich auch einmal ausführlich über sich selbst austauschen sollten, wird ihnen auch dieses mal entgehen. wir werden uns auch weiter ängstigen, stigmatisieren und streiten, statt die lage rational und menschlich zu betrachten und uns dabei selbst anzuschaun.

sarkastisch verkürzt könnte man das derzeitige spektakel so zusammenfassen: solange es noch 8 tage türkische riviera all inclusive für ein paar euros gibt, ist alles in bester ordnung. und während wir dort in der sonne liegen und uns vom hamsterrad erholen, schaffen wir es sogar auszublenden  dass ganz in der nähe ständig verzweifelte menschen im meer ertrinken. der homo ignorans ist schon ein erstaunliches wesen.

was unser glück und die ungleichheit betrifft: dass die ärmere hälfte der weltbevölkerung, also 3 200 millionen menschen, bekanntlich genauso viel wie die reichsten 62 (nicht millionen, sondern einzelpersonen) besitzt, war vor zwei wochen immerhin mal einen tag lang eine mitteilung wert. die nachrichtensprecher hatten sogar einen moment lang so etwas wie einen abschätzigen zug um den mund, was sie ja nicht sollten. aber so eine krasse nachricht kann man wohl nicht ganz ohne entsetzen vorlesen. weiter thematisiert wurde der skandal aber nicht. wir haben uns wohl zu sehr daran gewöhnt. und es gibt, wie weiter oben beschrieben, wichtigeres zu tun.

aber ich will nicht zu pessimistisch daherkommen. das mögen die leute heutzutage nicht. man wird sofort abgewählt oder weggeklickt. positives denken ist schon lang und sehr nachhaltig angesagt. man lebt damit einfach besser. das verstehe ich. aber womöglich sind die wahren pessimisten ja jene, die in solchen donnerkolossen in die letzten paradiese jetten, und schon wissen, dass es eh ungerecht zugeht und überhaupt schon fast alles zu spät ist… aber das hilft jetzt auch nicht wirklich weiter.

letztlich: ob die feuervögel nun endzeitbotschafter sind, oder doch eine großartige zukunft einläuten, ist mitnichten klar. vielleicht wird uns irgendwann nur noch die technik erretten können. so wie sie uns in der reichen hälfte der welt schon heute millionenfach mit behandlungen und medikamenten das leben verlängert. etwas kostbareres als das eigene leben gibt es nicht. das wissen auch die flüchtlinge. vor allem sie. es geht mir gewiss nicht darum, die technik zu verteufeln, oder den konsum. beides brauchen wir. das wie ist die frage.


die allermeisten denken vielleicht nicht so viel über diese dinge nach. sie leben einfach… in der hoffnung, dass alles immer gut gehe und dass diejenigen, die manche so gern beschimpfen, schon alles richtig machen werden. und schließlich ist ja schon so lang alles gut gegangen. angesichts der flüchtlingskrise erscheinen uns andere themen eher unwichtig: flugzeugabgase, die permanent vom himmel rieseln, die zunehmende lärmbelästigung, die uns ebenso krank macht, der klimawandel, der alle und alles gefährdet. wer auf die politik schimpft, sollte sich mal fragen, welche rolle er selbst in dem drama spielt und ob er würde tauschen wollen. ich muss und will jene immer noch bewundern, die sich diesem volk und der ganzen überforderung überhaupt noch stellen. wer ohne fehler und eitelkeiten ist, der werfe den ersten stein. was die destruktiven manchmal vergessen: wir können vieles schaffen und sogar die welt retten. aber dafür müssten wir tatsächlich positiver denken und unser eigenes verhalten zu allererst verändern, verantwortung übernehmen und bescheidener leben… das vor allem anderen.

übrigens: natürlich sind die geschichten über angebliche chemtrails (die angeblich von der politik veranlasste systematische vergiftung der bevölkerung durch flugzeugabgase zum zwecke der bevölkerungsreduzierung) ein verschwörungs-theoretischer und damit großer unfug. chemtrails sind hier ganz gewiss nicht das thema gewesen; sie sind vielmehr ein grund dafür, dass ich angesichts der um sich greifenden geistesverwirrung des homo interneticus ludens ganz gewiss kein politker sein wollte.


als ich neulich allein auf einem großen freien feld skilanglaufen war, hat mich eine drohne erwischt, verfolgt, ausgiebig gefilmt. es gab kein entrinnen. minutenlang war ich gestört, fremdbestimmt, und es ist damit zu rechnen, dass das material ohne meine einwilligung verwendet wird. anderswo bringen die dinger keine ruhestörung, sondern tödliche geschosse und bei uns demnächst wohl auch das glück in form von amazon-päckchen. da kann man nur gratulieren. willkommen in der schönen neuen welt.


so long,

paulson

https://www.youtube.com/watch?v=M_o6axAseak



manchmal…

manchmal

… werden wünsche wirklich wahr. so viel weiß, so viel kalt, so viel welt in frieden eingehüllt. 

dem himmel sei dank!

paulson

https://www.youtube.com/watch?v=Qe2G6Vs1V_Q