Die Welt als Insel

Fünftes Paulson-Album „Come to the Island“

Von Hajo Stark

„Come to the Island“ – so lautet nicht etwa der neueste Slogan einer Ferienregion, die Wärme, Entspannung und Muße verspricht, sondern mit diesen Worten fordert der Songwriter Paulson seine Hörer auf, zu ihm, auf seine Insel zu kommen.
Umso schöner, dass diese Reise auf die Insel genau das hält, was mancher Reiseveranstalter nur verspricht: Die vierzehn Songs der CD sind wie Ruhe-Inseln in der hektischen Alltags-Brandung, die zum Luftholen, zum Verweilen, zum Träumen einladen.

Da schreibt und singt einer, der offenbar das Schönste gesehen hat. Aber auf dem Weg dahin auch viele Tränentäler durchwandern musste. Das neue Album enthält beide Facetten des gelebten Lebens: Geschichten vom Alleinsein und vom Verschmelzen, vom Suchen und Finden, vom Verlieren und vom Neubeginn.

Da erzählt einer, der sich und anderen anscheinend viel zugemutet hat. Doch letztlich ist auch dieses Paulson-Album eine Liebeserklärung an das Leben, an das wahre Gefühl, und wohl auch an einen ganz real existierenden Menschen.

Die Magie von Paulsons Kunst zeigt sich auch in der Cover-Gestaltung des neuen Albums: Das unendlich scheinende, in der Abenddämmerung glitzernde Meer vermischt sich mit dem Gesicht einer Frau, fast surreal wächst dort eine Blume aus dem Strand wo es in Wirklichkeit ganz sicher keine Blumen gibt.

Wieder ist es dem Songpoeten gelungen, eine Reihe von hervorragenden Musikern für seine Sache zu begeistern. Neben Gerhard „Beefy“ Wurst und Ralf Gugel ist auch Alexander Köberlein mit von der Partie. Außerdem dabei: Paulsons Tochter Mia, Ilona und Jasmin Roth, Artur Stopper und Martin Mangler.
Hohenzollerische Zeitung, 19.2.08

This entry was posted on Dienstag, Februar 19th, 2008 at 19:20 and is filed under 2008. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.