Eines meiner schönsten…


…Konzerte ever durfte ich am vergangenen Freitag zusammen mit meinen großartigen Mitspielern im Ebinger Kräuterkasten geben. Den lieben Menschen des Kräuterkasten e.V. und meinem wunderbaren Publikum: DANKE! Diesen Abend werde ich immer als warme Erinnerung bei mir tragen.

Paulson


Hier ein Pressebericht:

Die Stimme wird dunkler, fast sehnsuchtsvoll

von Schwarzwälder-Bote

08.10.2012

Von Ute Büttner

Altstadt-Ebingen. Für die Freunde ganz spezieller Lieder gaben am Freitag Paulson & Friends im Ebinger Kräuterkasten ein Konzert.

Hinter Paulson & Friends verbergen sich Ernst Buntz, Gesang und Gitarre, die Sänger Monja Schaarschmidt und Artur Stopper, Percussionist Andy Schoy und Andreas Reif an Keyboard und Bass. Unter Freunden, so fühlt man sich bei der Art, wie Paulson moderiert. Er spricht seine Zuhörer direkt an, erzählt von sich und von seinen musizierenden Freunden, er stellt Betrachtungen an, gibt Anregungen, lächelt dabei vielsagend – man kennt sich eben.

“Blue Wine” – die helle Stimme, die ruhige Begleitung laden ein, zur Ruhe zu kommen. “My Suebian Sky” – die Stimme wird dunkler, wenn sie fast sehnsuchtsvoll den Platz unter diesem Himmel beschreibt, diesen “secret place of mystery”. Zwischenspiele geben Zeit, diesen Ort auf sich wirken zu lassen.

Doch “wir können auch anders”: Lebhaft geht es zu auf dem Weg “Up To Heaven”, rau werden Ton und Rhythmus am letzten Urlaubstag am Nordseestrand beim steten Wechsel von Ebbe und Flut. Und auch Paulsons Stimme ändert sich. Singend erzählt er eindringlich von dem, was er sieht, erlebt und denkt, unterstreicht mit einem Refrain, was wichtig ist. Man fühlt sich persönlich angesprochen, wenn er fordert: “Slow down!” Er lächelt über sich selbst und seine Erfahrung, wie man sich fühlt, wenn man plötzlich 40 ist.

Und bei allem scheint er gleichsam verwachsen zu sein mit seiner Gitarre. Unauffällig geben sich zunächst Monja Schaarschmidt und Artur Stopper. Fungieren sie zunächst als eine Art “Backstage”, entfalten sie sich im Laufe des Programms immer mehr, aus einfachem Wiederholen wird ein Duett, ein Trio und schließlich ein Solo, bei dem vor allem Monja Schaarschmidt mit ihrer reinen, klangvollen Stimme glänzt.

Auch die Instrumente sind mehr als bloße, wenn auch zuverlässige Begleitung. Das Keyboard von Andreas Reif greift interpretierend ein, wenn Paulson vom Tod seines Vaters erzählt, färbt mit Orgelklang das beseelte “There will be another day for you and me”. Andy Schoy untermalt den Traum vom Fliegen mit einem höchst komplizierten Solo auf dem Cajon. Bass und Schlagzeug treiben drängend den Fluss in seinem Lauf vom Ursprung bis zum Meer an. Alle Instrumente tanzen mit dem Mann, der aus der Reihe tanzt. “Bye, bye, Baby” singen und spielen sie zum Abschied, doch das begeisterte Publikum im voll besetzten Kräuterkasten entlässt die Freunde erst nach zwei Zugaben.

This entry was posted on Dienstag, Oktober 9th, 2012 at 22:02 and is filed under 2012. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.