Spuren…


Na, könnt Ihr die Winter-Zugaben auch genießen, oder plant Ihr bereits die Flucht nach Süden?

War heute auf den Waldwegen um die Burg herum unterwegs, hab Spuren in den tiefen weichen neuen Schnee gezogen. Und von oben fielen die Flöckchen und die wunderbaren Lautentöne von John Dowland direkt in meinen Kopf. Hey, wenn Ihr chillige Musik hören wollt, dann nehmt diesen Dowland. Bei ihm stimmt jede Note, und wirklich keine ist zuviel. Schlicht und schön wie der Wald im Winter. Der gute Sting hat sich auch von ihm inspirieren lassen.

Nächsten Freitag spiele ich mit Andreas Reif, Andy Schoy und Artur Stopper im Albstädter Kräuterkasten (Ebingen, Im Hof). Durchaus möglich, dass es noch einen special guest gibt…

Ich freu mich, wenn ich Reaktionen auf meine kleinen Weltbetrachtungen bekomme. Die meisten davon sind sehr positiv, ich scheine bei manchen Menschen einen Nerv zu treffen, oder wie der Musiker es vielleicht sagen würde: Es gerät eine Seelensaite in Schwingung. Das freut mich. Traut Euch bitte. Irgendwo schreib ich hier ja doch in ein großes schwarzes Loch hinein.

Neulich sagte einer – er sei sehr herzlich gegrüßt – dass ihm das oft zu pessimistisch sei. Nun, ich empfinde nie negativ, wenn ich hier schreibe. Keines meiner Worte tut mir weh. Aber die Welt um uns, wenn sie uns begegnet – sei es durch, Taten, Ereignisse, Bilder, Töne oder eben Worte – fällt auf einen jeweils ganz eigenen Seelengrund. Und wenn Euch meine Worte und Gedanken Schmerzen bereiten sollten, innen drin, dann stellt sich natürlich durchaus die Frage wer hier Optimist und wer Pessimist ist. Im Grunde glaube ich auch nicht an diese Einteilung. Gut und Böse, positiv und negativ – das sind verständliche Vereinfachungen für die Betrachtung der Welt, sie sind aber halt eine Schwarz-Weiß-Beschreibung. Und die trifft es einfach nicht. Fast die gesamte Welt, inclusive uns Menschen, besteht doch aus Grautönen, und natürlich aus tausenden von Farben.

Und die kommen jetzt hoffentlich bald wieder in die Welt, demnächst, im Frühling, wenn er dann so um Mitte Juni herum aus dem Eis bricht. Vor ein paar Jahren bin ich mal in einer frühen Hitzeperiode Mitte April im Schömberger See geschwommen. Nun, manchmal geht es schneller als man denkt…

Ich grüße Euch!

Paulson (11.3.2010)


This entry was posted on Donnerstag, März 11th, 2010 at 21:17 and is filed under 2010. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.